Informations- und Kommunikationsdienst in der DLRG

Seit Anfang der 60er Jahre ist neben den "klassischen" Aufgaben innerhalb des Wasserrettungsdienstes ein neuer technischer Bereich entstanden, ohne den die heutige Form der Wasserrettung kaum noch durchführbar ist: der Informations- und Kommunikationsdienst (IuK) in der DLRG.

 

Aufgaben

Aufgabe des IuK-Dienstes ist die Bereitstellung und Unterhaltung von Kommunikationswegen in der DLRG. Dieses ist insbesondere für die erfolgreiche Durchführung der Aufgaben im Rahmen des Wasserrettungsdienstes erforderlich. Die IuK-Mittel dienen hier zum Austausch von Informationen im Rahmen der Einsätze, für die allgemeine Organisation und zur Führung der Einsatzkräfte im Wasserrettungsdienst.

 

Eingesetzte Kommunikationsmittel

Je nach Ansprechpartner werden heute in der DLRG unterschiedliche Kommunikationsmittel verwendet.

Für die Kommunikation mit den Personen, die nicht aktiv an der Durchführung der Aufgaben des Wasserrettungsdienstes beteiligt sind (z.B. die Badegäste, Teilnehmer an Veranstaltungen etc.), werden seit Gründung der DLRG einfachste Kommunikationsmittel verwendet, die zumeist nur die Nachrichtenübermittlung in einer Richtung ermöglichen.

Hierzu gehört die gehisste DLRG-Flagge, die von allen über relativ große Entfernungen signalisiert: "Hier gibt es eine einsatzbereite DLRG-Station, die Hilfe leisten kann". Diese Information kann bei Bedarf über Zusatzzeichen ergänzt werden, um auf besondere, meist witterungsabhängige Gefahren hinzuweisen (ein roter Ball: Badeverbot für Nichtschwimmer; zwei rote Bälle: allgemeines Badeverbot). Über Zusatztafeln werden in der Regel weitere Informationen über Luft- und Wassertemperaturen sowie Windstärke- und Richtung gegeben. Im Rahmen der europäischen Vereinheitlichung sind andere Möglichkeiten (z.B. Flaggensignale) in der Diskussion.

Seitens der Badegäste besteht immer die Möglichkeit, durch optische Zeichen (Notzeichen durch Winken mit beiden Armen) oder durch akustische Zeichen (lautes Rufen) auf eine Notsituation aufmerksam zu machen.

Als technisches Hilfsmittel für die Kommunikation mit nicht am Wasserrettungsdienst beteiligten Personen kommen an vielen Orten die öffentlichen Telefone und teilweise Notrufmeldeeinrichtungen hinzu. Darüberhinaus sind an manchen Orten noch Lautsprecheranlagen oder Megafone für Durchsagezwecke vorhanden.

Für den Wasserrettungsdienst stehen als interne Kommunikationseinrichtungen überall Betriebsfunkanlagen im 2m-Band zur Verfügung. In der Regel befindet sich eine ortsfeste Funkanlage in der (Haupt-)Wachstation. Diese bildet innerhalb des Funkverkehrskreises den zentralen Ansprechpartner für alle dort eingesetzten tragbaren und mobilen Funkanlagen.

Die Hauptstation verfügt normalerweise über weitere Kommunikationsmittel, um die Verbindung zu den regionalen Rettungsleitstellen des landgebundenen Rettungsdienstes herstellen zu können. Hier für werden in der Regel leitungsgebundene oder drahtlose Telefone, regional auch BOS-Funkanlagen (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) im 4m-Band verwendet.