Katastrophenschutz Wasserrettungszug Alpenland

Die DLRG Bayern stellt im Auftrag der Bayerischen Staatsregierung 14 Wasserrettungszüge für den Katastrophenschutz.

Der Katastrophenschutz Wasserrettungszug Alpenland (KWRZ Alpenland)
stellt einen der beiden DLRG-Wasserrettungszüge Bayern des Regierungsbezirkes Oberbayern.
Er kann regional und überregional alarmiert und eingesetzt werden.

Aufgrund der vielen strömenden Gewässer im direkten Einzugsbereich der Teileinheiten führt der KWRZ-Alpenland regelhaft zusätzlich zwei Fachgruppen Strömungsrettung (SRT) mit.

Weitere Fachgruppen können entsprechend der Lage und des Auftrages ergänzt werden.

Übersicht des Wasserrettungszugs Alpenland

Zugführung

Die Zugführung hat als Teileinheit des Wasserrettungszuges die Aufgabe, die Einsatzleitung der eigenen Kräfte zu übernehmen. Der Zugführer hat im Rahmen seiner Gesamtverantwortung die Einsatzbereitschaft des Zuges jederzeit sicherzustellen.

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Zugtrupp

Der Zugtrupp hat als Teileinheit des Wasserrettungszuges die Aufgabe, die Koordination der eigenen Kräfte zu übernehmen. Hierzu richtet er eine Befehlsstelle ein und betreibt diese.

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Wasserrettungsgruppe Boot

Die Wasserrettungsgruppe als Teileinheit des Wasserrettungszuges besteht aus je einem Boots- und einem Tauchtrupp. Ihre Aufgabe ist die direkte Gefahrenabwehr. Hierzu zählen insbesondere:

  • (Rettungsdienstliche) Versorgung der betroffenen Bevölkerung
  • Absicherung der anderen eingesetzten Helfer
  • Deichsicherung durch Taucher

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Wasserrettungsgruppe Tauchen

Die Wasserrettungsgruppe als Teileinheit des Wasserrettungszuges besteht aus je einem Boots- und einem Tauchtrupp. Ihre Aufgabe ist die direkte Gefahrenabwehr. Hierzu zählen insbesondere:

  • (Rettungsdienstliche) Versorgung der betroffenen Bevölkerung
  • Absicherung der anderen eingesetzten Helfer
  • Deichsicherung durch Taucher

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Fachgruppe Retttungswesten

Die Gruppe Rettungswesten ist eine Spezialgruppe der DLRG Bayern. Es werden an 4 zentralen Stellen in Bayern (Großraum Würzburg, Nürnberg, Augsburg und München) durch die DLRG jeweils 250 – 500 vollautomatische Rettungswesten bevorratet und
gewartet. Diese können von den Kreisverwaltungsbehörden angefordert werden.

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Fachgruppe Technik/Logistik

Die Fachgruppe Technik/Logistik unterstützt als Teileinheit des Wasserrettungszuges die eingesetzten Wasserrettungsgruppen/-trupps bei ihren Aufgaben und stellt die Versorgung der eingesetzten Einheiten mit Verbrauchsgütern (z.B. Betriebsstoffe) sicher.

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Fachgruppe Strömungsretter (SRT)

Die Gruppe SRT (Swiftwater Rescue Technician – Strömungsrettung) ist eine Spezialgruppe der DLRG-Bayern. Je Bezirk wird eine (im Bezirk Alpenland zwei) speziell geschulte und ausgerüstete Gruppe(n) zur Rettung aus stark strömenden Gewässern bzw. zur Absicherung von Arbeiten und Einsatzkräften an strömenden Gewässern vorgehalten.

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Einsatzbereiche des WRZ Alpenland

  • zur Rettung bzw. Evakuierung von Menschen und Tieren aus vom Hochwasser betroffenen Siedlungsgebieten oder Insellagen mittels entsprechender Boote
  • zur Versorgung der Bevölkerung in überschwemmten Gebieten (Lebensmittel, Getränke, Medikamente, Futtermittel für Tiere)
  • für Erfassungs-, Erkundungs- und Meldeaufgaben (Aufklärung)
  • für die Behörden in überschwemmten Gebieten
  • zur Mitarbeit bei der Deichverteidigung, vor allem durch Taucharbeiten und Zubringen von Arbeitsmaterial über das Wasser
  • zur Sicherung von Einsatzkräften an Einsatzstellen im oder am Wasser
  • zur Unterstützung bei der Ölschadensbekämpfung und für Umweltschutzmaßnahmen, z. B. durch Taucharbeiten bei Austritt von Heizöl aus überschwemmten Gebäuden und bei Bootseinsätzen
  • zur Unterstützung der Feuerwehr durch Transportaufgaben von z.B. Löschgerät über das Wasser in überschwemmten Gebieten
  • zur Unterstützung des Landrettungsdienstes durch den Transport von RTW/NEF-Besatzungen, Ärzten und Pflegepersonal bei Notfällen in überschwemmten Gebieten
  • zur Unterstützung bei der Bergung von Tierkadavern und
    gefährlichem Treibmaterial aus hochwasserführenden
    Gewässern
  • zur technischen Hilfe für Versorgungsbetriebe und Stromversorgungsunternehmen in überschwemmten Gebieten
  • zum Übersetzen von Berufstätigen zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der Betriebe sowie zum Übersetzen von Schülern
  • zur Sicherstellung von lebenswichtigen Gütern, Kulturgütern und Wertsachen (Abtransport zu Sammelstellen)
  • zur Unterstützung der Polizei

Alarmierungsschwellen

  • Deich-/Dammverteidigung oder -überwachung
  • Deich- oder Dammbruch
  • Überflutung von Wohngebieten in größerem Umfang
  • Überflutung von Bereichen mit besonders hilfsbedürftigen Personen (z.B. Krankenhäuser oder Altenheime)
  • sonstige (Groß-)Schadenslagen

Einsatzleitung - Unterstellung

Bayerisches Rettungsdienstgesetz (BayRDG)

Erfolgt die Alarmierung/der Einsatz des Wasserrettungszuges im Rahmen des BayRDG, unterstellt sich die Zugführung i.d.R. der vor Ort befindlichen Sanitätseinsatzleitung (SanEL), soweit in Dienst gestellt.

Bayerisches Katastrophenschutzgesetz (BayKSG)

Erfolgt die Alarmierung/der Einsatz des Wasserrettungszuges im Rahmen des BayKSG, untersteht die Zugführung direkt dem Örtlichen Einsatzleiter (ÖEL), soweit in Dienst gestellt.

Helferfreistellung im Bereich des WRZ Alpenland

Das bayerische Staatsministerium des Innern (BayStMI) hat mit IMS ID4-2252.12-142 vom 10.03.2009 erklärt, dass Helfer der Wasserrettungszüge Bayern gem. IMBek vom 4. Juni 1998, AllMBl S. 46, durch die untere Katastrophenschutzbehörde vom Wehrdienst freigestellt werden können.

Die Wasserrettungszüge Bayern gelten als vergleichbare Einheiten im Sinne der Nr. 2.2.5 der IMBek. Es kann jeweils bis zur 3-fachen Besetzung freigestellt werden.

Für die Freistellung ist die für den Wohnort des Helfers zuständige untere Katastrophenschutzbehörde zuständig.

Alarmierung des KWRZ-Alpenland

Der DLRG-Wasserrettungszug Alpenland kann gemäß IMS ID4-2252.12-142 vom 10.03.2009 jederzeit durch Katastrophenschutzbehörden oder im Rahmen der Alarmierung nach einem Katastrophenschutz-Sonderplan angefordert werden.

Die Alarmierung des KWRZ-Alpenland wird durch die federführende Leitstelle (ILS-Fürstenfeldbruck; Fon 08141-19222) sichergestellt.

Sie benötigen mehr Informationen?

Schreiben Sie uns einfach eine eMail an:

katastrophenschutz@bez-alpenland.dlrg.de